Milestone erreicht: EDV stellt erste Ergebnisse für den selbstbestimmten Austausch personenbezogener Daten vor

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Ettlingen, 24.04.2018. Das Forschungsprojekt EDV – Einfaches Digitales Vergessen präsentiert sich im Kontext der Datenschutz-Grundverordnung aktueller denn je. Nach neun Monaten Laufzeit stellen die Projektpartner die erzielten Fortschritte im Bereich Analyse und Konzeption vor.

Das Projektvorhaben EDV will innerhalb von zwei Jahren eine Lösung für den selbstbestimmten Austausch sensibler und personenbezogener Daten im geschäftlichen und privaten Bereich entwickeln. Die vier Projektpartner esentri, CAS, FZI und die Hochschule Pforzheim stellten vergangene Woche erste Ergebnisse vor. Der Schwerpunkt der vergangenen neun Monate lag insbesondere auf einer grundlegenden Situationsanalyse sowie der Konzeption.

Zunächst erfolgte eine Auswahl und detaillierte Ausarbeitung von vielfältigen Anwendungsszenarien wie das Digitale Bewerbungsverfahren, die unternehmensübergreifende Kollaboration oder die Wirtschaftsprüfung, bei denen personenbezogenen oder anderweitig schützenswerten Daten in Spiel kommen.

Abb. 1. EDV-Use Case am Beispiel Bewerbungsverfahren

Die Kernfunktionalität der EDV-Lösung bildet daher die erweiterte Kontrolle seitens des Senders. Dieser kann auch noch nach erfolgtem Versand und Dokumenten bestimmen, wie lange ein Empfänger Zugriff auf die Information hat. Auch ob und an wen der Empfänger die Daten weiterleiten darf, liegt im Einflussbereichs des Absenders.

Aus den unterschiedlichen Anwendungsfällen wurden die verschiedenen Anforderungen an das EDV-System hinsichtlich Funktionalität, Security, Datenschutz, Usability und Integration abgeleitet und definiert. Parallel erfolgte die Erarbeitung einer ersten Version des Datenschutz- und Datensicherheitskonzepts unter Berücksichtigung der neuen DSGVO. Die Durchsetzung des verbrieften „Recht auf Vergessenwerden“ wird mit EDV als Lösungsansatz entsprechend technisch unterstützt.

Abb. 2 Wichtige Artikel der DSVGO

Grundlegende Eckpfeiler wie die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung konnten bereits festgelegt werden. Zudem wurde eine zukunftsfähige Software-Architektur entworfen, die es ermöglicht das EDV-System sowohl in der Cloud als auch im privaten Rechenzentrum zu betreiben. Zusätzlich wird es durch klare Schnittstellen nach außen z.B. auch möglich sein, einen eigenen Dokumentenspeicher einzubinden.

In verschiedenen Workshops mit den assoziierten Partnern Facility Care und iPLON konnten unternehmensspezifische Bedien- und Integrationskonzept erarbeitet werden, deren Entwürfe u.a. als Grundlage für die künftigen Benutzeroberflächen der Lösung dienen werden.

Das anwesende Bundesministerium für Wirtschaft und Energie als Projektträger zeigte sich mit den vorgestellten Ergebnissen und dem Projektverlauf sehr zufrieden und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit.

Barbara Przeklasa verantwortet bei esentri den einheitlichen Marktauftritt auf allen Kanälen sowie die gesamte Unternehmenskommunikation. Als Marketingprofi für B2B und Digitale Nomadin in Teilzeit bloggt sie am liebsten über Unternehmensneuigkeiten und Events.

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