EDV im neuen Gewand

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Mehr als die Hälfte der Projektlaufzeit zum „Einfachen digitalen Vergessen“ ist nun vorüber. Im Rahmen des ersten Meilensteins wurden zuletzt im April diesen Jahres hautsächlich erste Zwischenergebnisse auf konzeptioneller Ebene vorgestellt und besprochen. Nun folgte nach 6 Monaten Entwicklungszeit die Vorstellung eines ersten Prototyps mit grundsätzlicher Funktionalität. Das Projektziel, die Entwicklung eines Systems zum Austausch von Dokumenten unter Beibehaltung der Datenhoheit des Absenders und Berücksichtigung von Datenschutzanforderungen, kann mit dem entwickelten Demonstrator anschaulich dargestellt werden. Hierzu wurde seitens esentri ein web-basiertes User Interface geschaffen, welches im Rahmen der Arbeiten zu diesem Meilenstein einen neuen Look erhalten hat.

Weitere Milestones

Im Rahmen der wesentlichen Zwischenergebnissen des Projekts wurde seitens des Forschungszentrum Informatik  aus Karlsruhe (FZI) das zugehörige Datenschutz- und Datensicherheitskonzept vorgestellt. Dies beinhaltete zum einen die Klärung rechtlicher Fragestellungen, wie etwa eine juristische Detailbetrachtung (bzgl. DS-GVO und BDSG) der über das System abzubildenden Anwendungsfälle wie beispielsweise der Verarbeitung von Daten im Rahmen „digitaler Bewerbungsverfahren“.  Zum anderen wurden durch das FZI auch im Rahmen des Projekts erarbeitete technische Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit der Container-basierten Systeminfrastruktur (Docker) vorgestellt.

Die Hochschule Pforzheim entwickelte bislang im Rahmen von EDV eine plattform-unabhängige Library, welche es erleichtert EDV Clients auf unterschiedlichen Plattformen zu entwickeln und einzubinden. Im Rahmen der Meilensteinpräsentation wurde die grundlegende Struktur und Funktionsweise dieses API vorgestellt.  Ebenso wurde auch die Verwendung auf iOS und Android basierenden Clients demonstriert.

Die CAS Software AG erarbeitete im Rahmen von EDV ein Konzept zur Integration von EDV Funktionalität in die CAS Produkte XReader und CAS Smart We. Die bis zu diesem Meilenstein entworfenen Integrationskonzepte werden in den kommenden Arbeitspaketen dann demonstratorisch umgesetzt werden.

esentri entwickelte im Rahmen des Projekts die Serverfunktionalität im Backend von EDV sowie den demonstratorischen Web Client. Das Gesamtsystem wurde dabei über eine moderne, Cloud-fähige, hochverfüg- und skalierbare, nachrichtenorientierte Micro-Service Architektur umgesetzt.

Die umgesetzte Kernfunktionalität beinhaltet dabei

  • Funktionen für eine Kontaktverwaltung zu denjenigen EDV-Benutzern mit denen man über EDV sicher und Datenschutzkonform Dokumente austauschen kann
  • Eine Rechteverwaltung, welche es Absendern ermöglicht, Zugriffrechte für entsprechende Empfänger auch nach Versand der Dokumente noch anzupassen (zu erweitern oder auch zu entziehen)
  • Ein zeitgesteuerter Zugriffsentzug für geteilte Dokumente (=das digitale Vergessen)
  • Die durch den Datenschutz eingeforderte Auditierung sämtlicher Aktionen, um jederzeit transparent darstellen zu können, welche Aktionen bzgl. der Dokumente durchgeführt wurden

Grundsätzlich werden bei EDV alle Dokumente über ein Ende-zu-Ende verschlüsseltes Verfahren ausgetauscht und erst direkt auf dem Client des Empfängers entschlüsselt, so dass der EDV Server Betreiber wie auch unbefugte Dritte keinen Zugriff auf die übermittelten Inhalte erhalten.

Wie eingangs erwähnt wurde die von esentri entwickelte zugehörige Web-Client Oberfläche neugestaltet. Sie wurde unter der Prämisse entwickelt, dass sie für Benutzer intuitiv bedienbar und verständlich ist (= das „einfach“ in EDV).

Ausblick

Ende Januar 2019 ist dann der kommende EDV-Meilenstein fällig. Wesentliche Arbeitsziele sind dabei die exemplarische Integration in weitere Systeme und Umgebungen sowie die Vorbereitung zur Evaluation der bisherigen Arbeitsergebnisse anhand von exemplarischen Anwendungsfällen in Zusammenarbeit mit assoziierten Projektpartnern. Die EDV Projektpartner freuen sich darüber hinaus am 29. November diesen Jahres EDV live in Friedrichshafen auf der Roadshow „Smarter Mittelstand“ vorstellen zu dürfen.

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